
Ehepaar aus Viersen wegen Spionage angeklagt
Unter anderem ein Ehepaar aus Viersen soll für China Militärtechnik ausspioniert haben. Seit Deinstag (13.05.) stehen sie deshalb vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht.
Veröffentlicht: Dienstag, 13.05.2025 12:03
Auch ein 60-jähriger Unternehmensberater aus Bad Homburg soll laut Anklage an der Spionage beteiligt gewesen sein. Die 69-jährige, ihr 73 Jahre alter Ehemann und der Unternehmensberater sollen die Informationen an den chinesischen Geheimdienst MSS weitergegeben haben, sagt die Bundesanwaltschaft. Insbesondere sei es dabei um Informationen rund um maritime Ausrüstung gegangen , wie Bootsmotoren, Flugzeugschutzsysteme oder Drohnen. Sie hätten demnach außerdem Laser gekauft und nach China ausgeführt. Bisher haben die drei Angeklagten ihre mögliche Spionagearbeit abgestritten.
Ergebnis erster Verhandlungstag
Das Ehepaar hat am ersten Verhandlungstag vorerst alle Vorwürfe abgestritten. Die Verteidiger des Ehepaares gaben an, dass ihre Mandanten weder für den Geheimdienst gearbeitet hätten noch gewusst hätten, dass der mitangeklagte Unternehmensberater mutmaßlich ein Agent des chinesischen Geheimdienstes ist. Auch der Unternehmensberater streitet bisher die Spionage-Vorwürfe ab. Er gab jedoch zu, drei Speziallaser unrechtmäßig nach China geliefert zu haben. Die Oberstaatsanwältin ist jedoch nach dpa-Angaben von der Schuld der drei Angeklagten überzeugt. Insgesamt 13 Verhandlungstage sind angesetzt.