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Dreister Feldraub in Willich trifft Spargelhof
© Welle Niederrhein
Spargelfeld in Brüggen
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Dreister Feldraub in Willich trifft Spargelhof

In Willich-Schiefbahn sind rund 100 Kilogramm Spargel gestohlen worden. Bauernverbände sprechen von einem Problem, das Betriebe in der Region seit Jahren belastet.

Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2026 04:34

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Spargeldiebstahl auf Hof in Willich-Schiefbahn

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Auf dem Berderhof in Willich-Schiefbahn sind in einer Nacht rund 100 Kilogramm Spargel gestohlen worden. Nach Angaben des Hofs muss die Tat in der Nacht zu Dienstag passiert sein. Der Spargel sei dabei nicht mit geeignetem Werkzeug geerntet worden. Stattdessen sei er ausgegraben und abgebrochen worden. Dadurch fehlt nicht nur die gestohlene Ernte, auch ein Teil der Pflanzen wurde beschädigt.

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Feldraub ist für viele Betriebe ein Problem

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Nach Angaben landwirtschaftlicher Verbände ist sogenannter Feldraub seit Jahren ein Thema. Eine Übersicht mit genauen Zahlen für Krefeld und den Kreis Viersen liegt nach eigenen Angaben zwar nicht vor. Die Verbände betonen aber, dass solche Fälle immer wieder vorkommen. Gerade im Rheinland seien viele Felder leicht erreichbar, weil sie oft in der Nähe von Wohngebieten und Städten liegen. Das mache landwirtschaftliche Flächen anfälliger für Diebstähle oder unerlaubtes Pflücken.

„Rechtlich handelt es sich dabei um Diebstahl und somit um eine Straftat.“ - Simone Kühnreich, Presse und Öffentlichkeitsarbeit Rheinischer Landwirtschafts-Verband e.V.

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Schäden gehen über die gestohlene Ware hinaus

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Für die betroffenen Höfe geht der Schaden oft über den Wert der mitgenommenen Ernte hinaus. Wenn Pflanzen oder Äste beschädigt werden, entstehen zusätzliche Verluste. Beim aktuellen Fall in Willich-Schiefbahn wurden nach Angaben des Hofs Spargelpflanzen zum Teil kaputt gemacht. Der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer geht bei solchen Mengen nicht mehr von Diebstahl für den Eigenbedarf aus. Dort ist von professionellem Diebstahl die Rede.

„Bei solchen Mengen müssen wir davon ausgehen, dass es sich nicht um das Stehlen für den Eigenbedarf handelt, das schon ärgerlich genug ist. Hier scheint es sich um 'professionellen' Diebstahl zu handeln, den wir auf das Schärfste verurteilen.“ - Peter Muß, Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer e.V.

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Bauern fordern mehr Respekt für ihre Arbeit

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Die landwirtschaftlichen Verbände verweisen darauf, dass viele Betriebe das ganze Jahr auf ihre Ernte hinarbeiten. Wenn dann Obst oder Gemüse gestohlen oder Pflanzen beschädigt werden, habe das direkte finanzielle Folgen. Schutzmaßnahmen wie Zäune seien nur begrenzt möglich, weil sich nicht jede Fläche lückenlos sichern lasse. Deshalb setzen viele Betriebe auch auf Aufklärung und auf Rücksicht aus der Bevölkerung. Der Appell der Verbände lautet, keine Selbstbedienung auf Feldern und Plantagen zu betreiben.

„Unsere Landwirtinnen und Landwirte arbeiten das ganze Jahr über für diese eine Ernte, im Prinzip steht also der Jahreslohn dort auf dem Feld.“ - Simone Kühnreich, Presse und Öffentlichkeitsarbeit Rheinischer Landwirtschafts-Verband e.V.

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