
Die elektronische Patientenakte in Krefeld und dem Kreis Viersen
Sie soll das Gesundheitswesen revolutionieren: Die elektronische Patientenakte. Wo früher noch Aktenberge hin und her geschleppt werden mussten, soll jetzt erstmals alles zentral und digital gespeichert werden. Apotheken, Krankenhäuser und Ärzte sollen dann an dieses System angeschlossen werden. So sollen Behandlungsfehler und Doppeluntersuchungen vermieden werden. Wie sehen das Krankenhäuser und Ärzte hier bei uns am Niederhein? Wir haben Euch hier alle Infos zusammengefasst.
Veröffentlicht: Montag, 25.01.2021 11:31
Was ist die elektronische Patientenakte?
Seit dem ersten Januar können wir die Akte bei unserer Krankenkasse beantragen und bekommen einen Zugangscode für eine App zugeschickt. Und die soll uns das Leben ganz schön erleichtern: Denn da wird dann digital gespeichert, welche Medikamente ich nehme, was ich für Krankheiten und Allergien habe und wo ich schon behandelt wurde. Und auch ich selbst kann wichtige Dokumente, wie zum Beispiel meinen Impfpass hochladen. Und das können dann andere Ärzte, Apotheken oder das Krankenhaus ganz easy einsehen, ohne dass wir dafür zehn verschiedene Aktenordner mitschleppen müssen.
Was ist die elektronische Patientenakte?
Was bringt die elektronische Akte?
Die zentrale Speicherung unserer Daten hat viele Vorteile für alle Beteiligten: Für uns als Patienten ist es deutlich bequemer, weil wir dadurch all unsere Daten und wichtigen Dokumente, wie den Impfpass zentral an einem ort einsehen können. Auch den Ärzten erleichtert es den Arbeitsalltag, weil sie dann nicht bei jedem neuen Patienten bei Null anfangen müssen, sondern sich schnell einen Überblick verschaffen können. So sollen dann nervige Doppeluntersuchungen und Behandlungsfehler vermieden werden. Und auch die Apotheken können so schnell einsehen, welche Medikamente in welcher Dosis genommen werden müssen.
Was bringt uns die elektronische Patientenakte?
Funktionen und Datenschutz
Auch wenn die elektronische Patientenakte viele Vorteile bringt, reden wir hier über sehr sensible Daten und diese müssen entsprechend geschützt werden. Die Bundesregierung verspricht, dass die Daten verschlüsselt und gesichert sind, sodass niemand unbefugt Zugriff darauf hat. Auch die Krankenkassen können unsere Gesundheitsdaten nicht sehen. Wir als Patient können selbst bestimmen, welcher Arzt welche Informationen und Dokumente sehen kann.Zumindest theoretisch - und das sorgt bei Datenschützern momentan noch für viel Kritik. Denn in diesem Jahr ist es bisher nur möglich, meinem Arzt grundsätzlich den Zugang zu erlauben oder zu verweigern. Erst im nächsten Jahr soll das für jedes einzelne Dokument möglich sein.
Wie funktioniert das Ganze in der Praxis?