
CSD in Krefeld findet wie geplant statt
Der CSD in Krefeld soll am 15. August wie geplant stattfinden. Nach dem Anschlag in Berlin prüfen Stadt, Polizei und Veranstalter die Sicherheit neu.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.07.2026 05:37
CSD in Krefeld soll stattfinden
Der Christopher Street Day in Krefeld soll am Samstag, 15. August 2026, wie geplant stattfinden. Das teilen Stadt, Polizei und Veranstalter nach eigenen Angaben mit. Hintergrund ist der Anschlag beim CSD in Berlin am Samstag, 25. Juli 2026. Nach diesem Ereignis werden die Sicherheitsmaßnahmen in Krefeld noch einmal besonders genau geprüft. An der grundsätzlichen Planung für die Veranstaltung soll sich nach aktuellem Stand aber nichts ändern.
Start an der Fabrik Heeder in Krefeld
Der Demonstrationszug soll laut Stadt um 13 Uhr an der Fabrik Heeder starten. In der städtischen Mitteilung heißt es außerdem, die Demonstration beginne um 12 Uhr, während der versammlungsrechtliche Aufzug um 13 Uhr startet. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Solidarität ist der Weg zum Frieden - Krefeld bleibt BUNT!“. Nach dem Aufzug ist eine Abschlusskundgebung mit anschließendem Bühnenprogramm geplant. Der genaue Zugweg wird nach Angaben der Stadt aus Sicherheitsgründen vorab nicht bekanntgegeben.
Polizei Krefeld prüft die Lage fortlaufend
Die Polizei Krefeld teilt mit, dass der Aufzug und die Abschlusskundgebung als Versammlung angemeldet sind und wie in den vergangenen Jahren polizeilich begleitet werden. Nach Angaben der Behörde fließen die aktuellen sicherheitsrelevanten Entwicklungen fortlaufend in die Lagebewertung ein. Der vorgesehene Kräfteansatz werde bis zum Veranstaltungstag tagesaktuell überprüft und bei neuen Erkenntnissen angepasst. Zu konkreten Maßnahmen oder zur Zahl der Einsatzkräfte macht die Polizei aus einsatztaktischen Gründen keine Angaben. Für das Bühnenprogramm nach der Versammlung ist laut Polizei die Stadt Krefeld zuständig, die Abstimmung dazu läuft aber gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden.
Regenbogenflaggen auf Halbmast in Krefeld
Vor dem Krefelder Rathaus wehen nach Angaben der Stadt bereits Regenbogenflaggen auf Halbmast. Die Treppe vor dem Rathaus soll in den kommenden Tagen als Ort für Trauer und Anteilnahme dienen. Dort können laut Stadt und CSD-Verein Blumen und Kerzen niedergelegt werden. Am Sonntag (26. Juli) hatte dort zudem bereits eine Mahnwache stattgefunden. Oberbürgermeister Frank Meyer erklärt, man fühle mit den Opfern des Anschlags in Berlin und ihren Angehörigen. Stadt, Veranstalter und Polizei betonen zugleich, dass der CSD in Krefeld ein sichtbares Zeichen für Solidarität und eine offene Gesellschaft setzen soll.