
Burgunderblutalgen am Elfrather See weiter Problem
Am Elfrather See in Krefeld gibt es weiter Probleme mit Burgunderblutalgen. Vor allem das südliche Ufer sollte wegen eines Belags aktuell gemieden werden.
Veröffentlicht: Montag, 04.05.2026 04:56
Stadt Krefeld warnt am Elfrather See
Am Elfrather See in Krefeld gibt es weiterhin Probleme mit Burgunderblutalgen. Nach Angaben der Stadt ist das Algenaufkommen insgesamt zwar deutlich rückläufig. Am südlichen Ende des Sees hat sich aktuell aber ein schaumiger und streng riechender Belag gebildet. Dort wurde laut einer aktuellen Probe auch eine erhöhte Konzentration von Cyanobakterien festgestellt, die Toxine enthalten. Dieser Bereich sollte deshalb unbedingt gemieden werden.
Südliches Ufer besonders betroffen
Die Stadt Krefeld informiert vor Ort mit Schildern über die Lage am See. Auf den Hinweisen ist auch ein QR-Code zu finden, der zu aktuellen Informationen im Internet führt. Für den gesamten See gilt derzeit laut Stadt das sogenannte Szenario 3. Das bedeutet: Es besteht ein erhöhtes Risiko, Wassersport ist aber weiterhin möglich, wenn die Hinweise beachtet werden. Für den Bereich mit dem sichtbaren Algenbelag am südlichen Ufer gilt dagegen Szenario 4, dieser Abschnitt soll strikt gemieden werden.
Das steckt hinter den Burgunderblutalgen
Seit November 2025 ist im Elfrather See ein bestätigtes Aufkommen der Burgunderblutalge festgestellt worden. Die rötlichen Algen können giftige Stoffe bilden, die bei Menschen und Tieren zu Schleimhautreizungen und Entzündungen führen können. Bei der Aufnahme größerer Mengen sind laut Stadt auch Durchfall und Erbrechen möglich. Das auffällige Aussehen und der starke Geruch hängen nach Angaben der Stadt mit dem natürlichen Zellabbau und dem Absterben der Algen zusammen. Nach Einschätzung der Fachleute könnten warme Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung den Abbau in den nächsten Wochen begünstigen.
Baden bleibt im Elfrather See verboten
Unabhängig von der aktuellen Algenlage bleibt das Baden im Elfrather See verboten. Der See ist kein Badegewässer. Nach Angaben der zuständigen Behörden kann dort das ganze Jahr über - abhängig von Wetter und Umweltbedingungen - Algenaufkommen auftreten. Die Situation wird weiterhin beobachtet und fachlich bewertet. Wer den See nutzt, sollte deshalb die Hinweise vor Ort und die aktuellen Informationen der Stadt beachten.