
Bürger sollen Krefelder Viertel mitgestalten
Krefeld will das Hardenberg- und Kronprinzenviertel weiterentwickeln. Bürger können ihre Ideen am 12. Mai bei einer Beteiligungswerkstatt einbringen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.04.2026 09:30
Krefeld lädt zur Beteiligungswerkstatt ein
Wie sollen sich das Hardenbergviertel und das Kronprinzenviertel in Krefeld weiterentwickeln? Dazu sammelt die Stadt jetzt Ideen von Bürgerinnen und Bürgern. Eingeladen wird zur sogenannten Stadtdenker-Beteiligungswerkstatt am Dienstag, 12. Mai, um 18.30 Uhr in den Krefelder Südbahnhof an der Saumstraße. Dort sollen Interessierte gemeinsam mit Stadtplanungsexperten über konkrete Projekte in den beiden Wohnquartieren sprechen. Die Ergebnisse sollen in die weitere Planung einfließen. Wer teilnehmen möchte, muss sich bis Samstag, 2. Mai, anmelden.
Diese Themen stehen in Krefeld im Mittelpunkt
In der Beteiligungswerkstatt geht es laut Stadt um mehrere konkrete Themen. Diskutiert werden soll über mehr Aufenthaltsqualität in der Mariannenstraße. Außerdem geht es um die mögliche Umgestaltung von Plätzen an der Ecke Alte Linner Straße und Seidenstraße sowie an der Seidenstraße und Dießemer Straße. Ein weiteres Thema ist die Zukunft rund um den Freiraum 21 als möglicher Kultur- und Quartiersort. Auch die Sicherheit für Kinder und Jugendliche sowie die allgemeine Sicherheit im Viertel sollen besprochen werden.
„Als Stadtplaner können wir Orte nur gut entwickeln, wenn wir die Bedürfnisse der Menschen kennen.“ - Kirsten Steffens, Leiterin der Abteilung Räumliche Entwicklung und Denkmalschutz
Warum die Stadt auf Beteiligung setzt
Die Stadt knüpft mit dem Format an eine frühere Beteiligungswerkstatt für die Innenstadt und die Vier Wälle an. Nach Angaben der Verwaltung hatten daran vor rund zwei Jahren mehr als 100 Krefelderinnen und Krefelder teilgenommen. Zusätzlich ist die Stadt nach eigenen Angaben regelmäßig mit Akteuren aus dem Viertel im Gespräch. Auch Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kaiserplatz seien einbezogen worden. Grundlage für die weiteren Planungen ist außerdem eine umfangreiche Bestandsanalyse. Untersucht wurden dabei unter anderem Bevölkerungsstruktur, Gebäude, Nutzungen, Grün- und Freiräume sowie der Verkehr.
Maßnahmenkatalog für zwei Krefelder Quartiere
Aus diesen Vorarbeiten ist laut Stadt ein Maßnahmenkatalog entstanden. Dazu gehören auch die ausgewählten Beteiligungsprojekte, die jetzt in der Werkstatt diskutiert werden sollen. Das Hardenberg- und das Kronprinzenviertel stehen nach Angaben der Stadt vor mehreren Herausforderungen. Genannt werden ein erhöhter Sanierungsbedarf vieler Gebäude, fehlende Aufenthaltsqualität, verkehrliche Belastung, Müll, Vandalismus und Probleme im sozialen Miteinander. Mit sogenannten Impulsmaßnahmen sollen die Quartiere langfristig gestärkt werden. Der gesamte Maßnahmenkatalog soll in der zweiten Jahreshälfte in die politischen Beratungen gehen.
Anmeldung bis 2. Mai notwendig
Für die Teilnahme an der Beteiligungswerkstatt ist eine Anmeldung bis Samstag, 2. Mai, nötig. Möglich ist das online über das Beteiligungsportal des Landes NRW oder per E-Mail an die Stadt: stadtdenkerinnen@krefeld.de. Rund eine Woche vor der Veranstaltung will die Stadt außerdem weitere Informationen zu den vier Beteiligungsthemen online zur Verfügung stellen. Die Erstellung des Maßnahmenkatalogs läuft im Rahmen eines sogenannten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, kurz ISEK. Dieses Konzept ist laut Stadt auch wichtig, um Fördergelder von Bund und Land beantragen zu können.