
Brüggen langt zu: Gebühren steigen 2027 deutlich
In Brüggen sollen Müllabfuhr, Abwasser und Straßenreinigung 2027 teurer werden. Der Rat entscheidet am 10. November über die neuen Gebühren.
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Finanzausschuss berät über höhere Gebühren
In Brüggen kommen die neuen Gebühren für das kommende Jahr auf den Tisch. Der Finanzausschuss berät am Dienstag (3. November) über vier Satzungen der Burggemeinde. Es geht um Abfallentsorgung, Abwasserbeseitigung, Straßenreinigung und Gewässerunterhaltung. Die Verwaltung hat dazu jeweils eigene Kalkulationen vorgelegt. Danach werden die meisten dieser Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2027 teurer. Endgültig entschieden ist das aber noch nicht. Der Rat der Burggemeinde Brüggen stimmt in seiner Sitzung am 10. November über die neuen Gebühren ab.
Vier Euro pro Kubikmeter in Brüggen
Der deutlichste Betrag steht bei der Schmutzwassergebühr. Sie steigt nach den Plänen der Verwaltung von 3,85 Euro auf genau 4,00 Euro pro Kubikmeter. Ein Kubikmeter entspricht 1000 Litern. Wer also im Jahr 100 Kubikmeter Abwasser über den öffentlichen Kanal einleitet, zahlt künftig 15 Euro mehr als bisher. Für Betriebe, die der Niersverband direkt veranlagt, steigt der Satz von 1,31 Euro auf 1,35 Euro pro Kubikmeter. Auch bei der Regenwassergebühr wird es teurer: Sie klettert von 0,49 Euro auf 0,71 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Als versiegelt gelten Flächen, auf denen Wasser nicht versickern kann, etwa Dächer oder gepflasterte Höfe.
Müllabfuhr in Brüggen: 20 Euro mehr pro Jahr
Bei der Müllabfuhr zahlen Haushalte mit Standard-Tonnen im Schnitt rund 20 Euro mehr im Jahr. In der Vorlage der Verwaltung ist von durchschnittlich 20,24 Euro die Rede, bezogen auf Gefäße zwischen 60 und 240 Litern. Grund für die Steigerung sind vor allem höhere Kosten beim Abfallbetrieb des Kreises Viersen. Dessen Gebühr pro Tonne Hausmüll steigt zum kommenden Jahr von 222,52 Euro auf 222,91 Euro. Dazu kommen höhere Preise der Entsorgungsfirmen für Sammlung und Transport. Für diese Kosten hat die Verwaltung einen Zuschlag von zehn Prozent eingeplant, unter anderem wegen der stark schwankenden Treibstoffpreise. Insgesamt rechnet die Gemeinde für 2027 mit Kosten von rund 1,87 Millionen Euro bei der Abfallentsorgung.
Straßenreinigung: Dienstleister erhöht Preise
Auch die Straßenreinigung in Brüggen wird teurer. Das beauftragte Reinigungsunternehmen hat die Preise zum kommenden Jahr um 2,90 Prozent angehoben. Der Antrag dazu ging am 14. September bei der Gemeinde ein. Die Gebühr für die inner- und überörtlichen Straßen steigt deshalb von 1,50 Euro auf 1,66 Euro je Frontmeter. Ein Frontmeter ist die Länge des Grundstücks, mit der es an die gereinigte Straße angrenzt. In der Fußgängerzone Brüggen sinkt der Satz dagegen leicht, von 26,94 Euro auf 26,84 Euro je Berechnungsfaktor. Für die Ortspflege im Brüggener Ortskern steigt die Gebühr von 12,49 Euro auf 15,66 Euro je Frontmeter.
Was in Brüggen noch teurer wird
Neben Müll, Abwasser und Straßenreinigung steigen auch die Gebühren für die Gewässerunterhaltung. Sie werden an die Wasser- und Bodenverbände gezahlt, die Bäche und Gräben in Schuss halten. Für Flächen im Gebiet des Schwalmverbands erhöht sich die Gebühr für befestigte Flächen von 0,1096 Euro auf 0,1267 Euro pro Quadratmeter. Für das Gebiet von Nette- und Niersverband steigt sie von 0,0753 Euro auf 0,0773 Euro pro Quadratmeter. Wer nicht am öffentlichen Kanal hängt und eine abflusslose Grube nutzt, zahlt künftig 29,40 Euro statt 27,22 Euro pro Kubikmeter. Für die Entsorgung von Klärschlamm aus Kleinkläranlagen steigt der Satz von 27,93 Euro auf 34,34 Euro pro Kubikmeter.