
Biotonnen in Tönisvorst bekommen neue Hinweise
Hellblaue Anhänger erklären in Tönisvorst die Regeln für die Biotonne. Auch gekochte Essensreste dürfen hinein, Plastik nicht.
Veröffentlicht:
Hellblaue Anhänger an Biotonnen in Tönisvorst
An den braunen Biotonnen in Tönisvorst hängen seit Anfang Oktober hellblaue Anhänger. Darauf erklärt der Abfallbetrieb des Kreises Viersen, was in die Biotonne darf. Dazu gehören gekochte Essensreste, Obst- und Gemüseschalen sowie Kaffeesatz mit Papierfilter. Auch Eierschalen und kleine Mengen Gartenabfälle können über die braune Tonne entsorgt werden. Gekochte Speisereste sind im Kreis Viersen bereits seit 2024 erlaubt.
Kein Plastik in die Biotonne im Kreis Viersen
Rohes Fleisch und roher Fisch gehören nicht in die Biotonne. Das gilt auch für Plastiktüten und Tüten aus sogenanntem Bioplastik. Verpackte Lebensmittel müssen vor dem Entsorgen ausgepackt werden. Der Abfallbetrieb weist darauf hin, dass sich Kunststoffe nur schwer aus dem Bioabfall entfernen lassen. Bleiben sie darin, verschlechtern sie die Qualität des Komposts.
Aus Bioabfall wird in Kamp-Lintfort Energie
Der Bioabfall aus dem Kreis Viersen wird in einer Anlage in Kamp-Lintfort verarbeitet. Dabei entsteht Biogas, aus dem Strom und Wärme gewonnen werden. Aus den verbleibenden Resten und frischen Grünabfällen wird außerdem Kompost hergestellt. Er kann als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden. Der Kreis möchte deshalb mehr Bioabfall aus der grauen Restmülltonne in der Biotonne sammeln.
Biotonne in Tönisvorst und Beratung vor Ort
In Tönisvorst gehört zu jeder Restmülltonne eine Biotonne ohne zusätzliche Gebühr. Sie wird alle zwei Wochen geleert. Wer eine zweite Biotonne benötigt, zahlt nach Angaben des Abfallbetriebs eine Jahresgebühr und eine einmalige Verwaltungsgebühr. Fragen zur Biotonne beantwortet die Abfallberatung heute, Donnerstag, 8. Oktober, von 10 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt in St. Tönis.