
Astrid-Lindgren-Schule Kempen stärkt MINT-Förderung
Die Astrid-Lindgren-Schule in Kempen beteiligt sich an „TuWaS! Rheinland“ und fördert früh MINT-Kompetenzen mit Unterstützung regionaler Unternehmen.
Veröffentlicht: Samstag, 27.12.2025 14:00
Die Astrid-Lindgren-Schule in Kempen setzt ein starkes Zeichen für frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Als Teil der Bildungsinitiative „TuWaS! Rheinland – Technik und Naturwissenschaften an Schulen“ lernen die Schülerinnen und Schüler Naturwissenschaften und Technik praxisnah und altersgerecht kennen.
Ziel des Projekts ist es, Neugier zu wecken, Talente zu entdecken und langfristig Fachkräfte zu fördern. Unterstützt wird die Schule dabei von der ALDERS electronic GmbH sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein.
Forschen, experimentieren, entdecken
Im Mittelpunkt des Unterrichts steht das forschende Lernen. Mit dem Modul „Festkörper und Flüssigkeiten“ experimentieren die Kinder selbstständig, beobachten, dokumentieren ihre Ergebnisse und tauschen sich darüber aus. So erleben sie Naturwissenschaften nicht theoretisch, sondern lebendig, greifbar und spannend.
Schulleiterin Sabine Stammen sieht darin einen großen Mehrwert für den Schulalltag:
„Mit solchen Projekten wecken wir Neugier, fördern Talente und geben unseren Schülerinnen und Schülern Raum zum Entdecken. Durch die Unterstützung unserer Partner können wir moderne Lernformate umsetzen, die sonst kaum möglich wären.“
Lehrerin Rebecca Zank ergänzt:
„Praxisorientierter MINT-Unterricht zeigt den Kindern, dass Naturwissenschaften kreativ, spannend und voller Aha-Momente sind. Das bereitet sie optimal auf ihre Zukunft vor.“
Wirtschaft und Bildung ziehen an einem Strang
Auch die regionale Wirtschaft profitiert von der Initiative. Martin Alders, Geschäftsführer der ALDERS electronic GmbH, betont:
„MINT-Bildung ist ein zentraler Baustein für den Wirtschaftsstandort. Wer früh Interesse weckt, erhöht die Chancen, dass sich junge Menschen später für technische Berufe entscheiden.“
Die IHK Mittlerer Niederrhein sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. IHK-Geschäftsführerin Daniela Perner erklärt:
„Das Engagement von Schulen und Unternehmen zeigt, wie regionale Bildungsinitiativen konkret gegen den Fachkräftemangel wirken können.“
Erfolgsmodell „TuWaS! Rheinland“
Projektleiterin Cristina Klasen beschreibt das Konzept von „TuWaS!“ so:
„Schülerinnen und Schüler experimentieren selbst, dokumentieren ihre Beobachtungen und lernen, ihre Ergebnisse zu reflektieren.“
Die teilnehmenden Schulen erhalten erprobte Unterrichtsmaterialien, unter anderem zu Themen wie:
- Festkörper und Flüssigkeiten
- Bewegung und Konstruktion
- Chemische Tests
Lehrkräfte werden vorab geschult, um die Inhalte optimal in den Unterricht einzubinden. Seit dem Start im Jahr 2008 beteiligen sich inzwischen rund 50 Schulen sowie etwa 80 Unternehmen und Stiftungen im Rheinland an dem Projekt.