
Arbeitslosigkeit steigt am Niederrhein moderat
Die Arbeitslosigkeit am Niederrhein ist 2025 gestiegen – aber weniger stark als in NRW. Fachkräftemangel bleibt das größte Problem.
Veröffentlicht: Freitag, 16.01.2026 05:19
Am Niederrhein ist die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Jahr zwar gestiegen, allerdings weniger stark als im Landesdurchschnitt von NRW. Das geht aus der aktuellen Jahresbilanz der Agentur für Arbeit Krefeld hervor.
Im Jahresdurchschnitt 2025 waren rund 23.500 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Jahr zuvor lag die Zahl noch bei etwa 22.900. Damit setzt sich der Anstieg fort, fällt in der Region aber moderater aus als in vielen anderen Teilen Nordrhein-Westfalens.
Globale Unsicherheiten bremsen den Arbeitsmarkt
Nach Einschätzung der Arbeitsagentur gibt es mehrere Gründe für diese Entwicklung. Eine Rolle spielen globale wirtschaftliche Unsicherheiten, die auch Unternehmen am Niederrhein zurückhaltender bei Neueinstellungen machen.
Hinzu kommt, dass viele Betriebe geplante Einstellungen verschieben oder ganz darauf verzichten. Das wirkt sich direkt auf die Zahl der Arbeitslosen aus, auch wenn die regionale Lage insgesamt stabiler bleibt als im NRW-Durchschnitt.
Fehlende Ausbildung als zentrales Problem
Ein großes strukturelles Problem bleibt laut Arbeitsagentur die fehlende Ausbildung vieler Arbeitsloser. Mehr als 80 Prozent der gemeldeten offenen Stellen richten sich an Fachkräfte oder höher Qualifizierte.
Dem stehen rund 13.000 arbeitslose Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung gegenüber – für sie gab es zuletzt nur etwa 600 passende Stellen. Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage bleibt damit eine der größten Herausforderungen für den regionalen Arbeitsmarkt.