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Apothekensterben im Kreis Viersen und Krefeld nimmt zu
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Apothekensterben im Kreis Viersen und Krefeld nimmt zu

Immer mehr Apotheken schließen im Kreis Viersen und Krefeld. Die Apothekerkammer warnt vor längeren Wegen, Personalmangel und Folgen für die Versorgung.

Veröffentlicht: Donnerstag, 15.01.2026 05:19

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Im Kreis Viersen und in Krefeld gibt es immer weniger Apotheken. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Apothekerkammer Nordrhein. Allein im vergangenen Jahr haben im Kreis Viersen vier Apotheken geschlossen – ohne eine einzige Neueröffnung. Damit verschärft sich die Versorgungslage spürbar, besonders für ältere Menschen und Familien ohne Auto.

Auch in Krefeld steigt der Druck. Zwar ist die Situation dort noch weniger angespannt als in anderen Regionen, doch der Trend zeigt klar nach unten. Die Apothekerkammer warnt davor, dass sich diese Entwicklung weiter beschleunigen könnte.

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Weniger Apotheken – längere Wege für Patientinnen und Patienten

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In Krefeld waren im vergangenen Jahr noch rund 53 Apotheken gelistet. Das sind fünf weniger als im Jahr 2020. Im gesamten Bereich der Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln sank die Zahl der Apotheken auf 1.897. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 43 Betriebe oder 2,2 Prozent.

Für euch bedeutet das zunehmend längere Wege zur nächsten Apotheke. Besonders problematisch wird das nachts oder im Notdienst, wenn geschlossene Standorte von anderen Apotheken mit aufgefangen werden müssen. Die verbleibenden Betriebe stehen dadurch unter zusätzlichem Druck.

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Apothekerkammer warnt vor Folgen für die Versorgung

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Nach Angaben der Apothekerkammer Nordrhein setzen steigende Betriebskosten, Personalmangel und strukturelle Probleme viele Apotheken wirtschaftlich stark unter Druck. Zwar gab es im Jahr 2025 fünf Neueröffnungen, gleichzeitig mussten aber 48 Apotheken schließen. Bundesweit ist die Zahl der Apotheken sogar um 2,8 Prozent gesunken.

Die Kammer macht deutlich: Ohne spürbare politische Unterstützung und eine Anpassung des Apothekenhonorars könne die wohnortnahe Arzneimittelversorgung langfristig nicht gesichert werden. Besonders in Städten und Kreisen wie Viersen wird der Rückgang bereits deutlich sichtbar.

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