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Altlastensanierung startet in Nettetal-Schlöp
© IG BAU (Ferdinand Paul)
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Altlastensanierung startet in Nettetal-Schlöp

In Nettetal-Schlöp startet eine Altlastensanierung auf dem Gelände einer früheren Reinigung. Schadstoffe reichen dort bis in rund 20 Meter Tiefe.

Veröffentlicht: Freitag, 24.07.2026 04:43

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Sanierung startet in Nettetal-Schlöp

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Im Nettetaler Ortsteil Schlöp beginnen in der 31. Kalenderwoche die Vorarbeiten für eine umfangreiche Altlastensanierung. Auf dem Gelände einer ehemaligen chemischen Reinigung sind Verunreinigungen im Boden und im Grundwasser festgestellt worden. Nach Angaben von AAV und Kreis Viersen reichen die Belastungen bis in Tiefen von rund 20 Metern. Ziel der Arbeiten ist es, die Schadstoffe dauerhaft zu beseitigen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dafür wird das Grundstück in den kommenden Monaten aufwendig bearbeitet.

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Großbohrgerät und 138 Bohrungen geplant

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Für die Sanierung kommt neben üblichen Baugeräten auch ein spezielles Großlochbohrgerät zum Einsatz. Insgesamt sind 138 sogenannte überschnittene Großlochbohrungen vorgesehen. Die Bohrungen werden schrittweise ausgeführt und anschließend direkt mit sauberem Material wieder verfüllt. Durch die Überlappung der einzelnen Bohrungen sollen die belasteten Bereiche im Boden möglichst vollständig erfasst werden. Zusätzlich werden rund 7.300 Tonnen belasteter Boden ausgebaut und fachgerecht entsorgt.

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Gebäudeabriss und Reinigung des Grundwassers

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Weil sich ein Teil der Verunreinigungen auch unter einem bestehenden Gebäude befindet, muss dieses zunächst zurückgebaut werden. Danach wird eine Arbeitsebene für das Großbohrgerät hergestellt. Das bei den Bohrarbeiten geförderte Grundwasser soll vor Ort über Aktivkohlefilter gereinigt und anschließend auf der Baustelle wiederverwendet werden. Außerdem ist in Fließrichtung des Grundwassers eine zusätzliche Anlage geplant, mit der Wasser abgepumpt und gereinigt wird. Damit sollen mögliche Schadstoffverlagerungen während der Arbeiten aufgefangen werden.

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Johannesstraße monatelang halbseitig gesperrt

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Die Arbeiten haben auch Folgen für den Verkehr in Schlöp. Nach Angaben vom AAV und dem Kreis Viersen muss die Johannesstraße vor den Häusern 4, 5, 6 und 8 während der Rückbau- und Bohrarbeiten halbseitig gesperrt werden. Diese Regelung soll nach derzeitigem Stand etwa sieben Monate gelten. Der Verkehr wird in dieser Zeit per Ampel gesteuert. Insgesamt rechnen die Beteiligten mit rund 800 Lkw-Transporten, in der Hauptphase mit etwa zehn Lkw pro Tag.

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Hintergrund zur früheren chemischen Reinigung

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Auf dem Grundstück war nach Angaben des Kreises Viersen von etwa 1925 bis 1974 eine chemische Reinigung in Betrieb. Vor allem in den letzten Betriebsjahren seien dort leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe eingesetzt worden. Weil es damals noch nicht die heutigen Schutz- und Entsorgungsstandards gegeben habe, konnten Schadstoffe in den Untergrund gelangen. Die Belastungen sind heute sowohl im Boden als auch im Grundwasser nachweisbar. Maßnahmenträger der Sanierung ist der AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung.

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