Nachrichten vom 23.08.2017

Kreis Viersen

Sicherheitsinitiative gegen Kinderunfälle

Im Kreis Viersen verunglücken immer noch zu viele Kinder mit dem Fahrrad. Obwohl die Polizei das Problem zu einem Schwerpunkt gemacht hat, ist die Zahl der Fahrradunfälle sogar noch gestiegen. Die Sicherheitsinitiative "VORKIDS" soll das ändern.
Die Polizei im Kreis Viersen wollte sich mit der großen Zahl verunglückter Kinder nicht abfinden. Mit wissenschaftlicher Hilfe fragte sie nach Ursachen und Möglichkeiten gegenzusteuern - und Erste Ergebnisse liegen bereits vor. So verunglückt jeder zweite Zehn- bis 14-jährige Radfahrer auf dem Schulweg. Fehler machen sowohl die Kinder selbst als auch die Autofahrer. Zum Beispiel beim Linksabbiegen. Die neue Sicherheitsinitiative setzt jetzt vor allem auf Verkehrserziehung. Anfang September soll es dazu eine Auftaktveranstaltung geben.
 
 

Niederrhein

Nutrias gefährden Dämme und heimische Tiere

Wasserverbände und Naturschützer bekommen die Probleme mit Nutrias am Niederrhein nicht in den Griff. Trotz Abschuss-Prämien für Jäger breiten sich die biberähnlichen Tiere an den niederrheinischen Gewässern weiter aus, zum Beispiel an Niers, Nette und den Krickenbecker Seen. Sie höhlen Dämme aus und gefährden heimische Tiere und Wasserpflanzen. Naturschützer befürchten, dass zum Beispiel die Seerosen von den Krickenbecker Seen verschwinden könnten, wenn die Nutrias nicht verdrängt werden.
 
 

Krefeld

Jugendlicher stellt sich nach Reizgas-Attacke

Nach dem Großeinsatz der Feuerwehr im Freibad in Krefeld-Kliedbruch hat sich ein Jugendlicher bei der Polizei gestellt. Er hat zugegeben, dass er mit Tierabwehrspray hantiert hat. Über die Auswirkungen sei er selbst erschrocken gewesen, heißt es von der Polizei. Der Jugenddezernent der Krefelder Staatsanwaltschaft prüft jetzt, ob der Jugendliche sich strafbar gemacht.
Fünf Kinder hatten gestern Abend Atemwegsreizungen erlitten und mussten ins Krankenhaus. Die Feuerwehr war zunächst davon ausgegangen, dass in dem Freibad an der Palmstraße Chlorgas ausgetreten war. Das hatte sich aber nicht bestätigt.
 
 

Krefeld/Kreis Viersen

Finanzspritze für Kita-Betreuung

Eltern am Niederrhein können mit einem größeren Betreuungsangebot für ihre Kinder rechnen. Das Land NRW und der Bund fördern den Kita-Ausbau mit zusätzlichem Geld. Viersen bekommt zum Beispiel fast eine Million Euro, Willich 630.000 Euro. Nach Krefeld gehen knapp drei Millionen Euro. Die Krefelder CDU-Landtagsabgeordneten Britta Oellers und Marc Blondin freuen sich, dass so mehr Betreuungsplätze geschaffen werden können. Sie forderten die Stadt Krefeld aber auf, die Fördergelder schnell abzurufen.
 
 

Krefeld/Mönchengladbach

Mehr Studierende ohne Abitur

Das Abitur ist normalerweise Voraussetzung zum Studieren - an der Hochschule Niederrhein machen das aber auch immer mehr Leute ohne Hochschulreife. Im vergangenen Wintersemester waren 280 Studierende ohne Abitur eingeschrieben - fast dreimal so viele wie 2010. Zu einem Studium entscheiden sich häufig Techniker, Meister oder andere Erwerbstätige mit Berufserfahrung. Für sie gibt es spezielle Angebote, die den Zugang zum Studium erleichtern. Der Bund hat das Projekt in den letzten sechs Jahren mit zwei Millionen Euro gefördert.
 
 

Krefeld

Freibad in Kliedbruch hat wieder geöffnet

Nach dem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei läuft der Freibad-Betrieb in Krefeld-Kliedbruch wieder normal. Das Bad an der Palmstraße hat heute früh wie gewohnt aufgemacht, teilte der zuständige Schwimmverein "Krefeld 72" mit. Fünf Kinder hatten gestern Atemnot und Husten bekommen, weil Jugendliche vermutlich Pfefferspray versprüht hatten. Die Einsatzkräfte hatten zuerst gedacht, dass Chlorgas ausgetreten war. Das bestätigte sich aber nicht. Die Polizei versucht nun, die jugendlichen Täter zu finden.
 
 

Nettetal

Fahrbahn wird saniert

Eine neue Baustelle sorgt in Nettetal-Lobberich für Verkehrsprobleme. Ab heute sind der Fenland-Ring und die Freiheitsstraße halbseitig gesperrt. Hier lässt der Kreis Viersen die Fahrbahn sanieren. In etwa zwei Wochen haben Autofahrer wieder freie Fahrt. Dann sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
 
 

Krefeld

Großeinsatz im Freibad

Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei ist am Abend zu einem Freibad in Krefeld ausgerückt. Kinder hatten über Husten und Reizungen geklagt. Die Einsatzkräfte dachten zuerst, dass Chlorgas ausgetreten war. Das bestätigte sich aber nicht.

Es war ein übler Streich, sagt der Schwimmverein "Krefeld 1972", dem das Freibad an der Palmstraße in Kliedbruch gehört. Demnach hatten Jugendliche mit Pfefferspray hantiert und dadurch fünf Kinder verletzt. Sie kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Zehn Rettungswagen und mehrere Notärzte waren vor Ort. Zum Teil wurde Verstärkung aus Tönisvorst angefordert. Wenige Stunden vorher hatte die Feuerwehr bereits einen Einsatz in der Gubener Straße in Gartenstadt. Bei einem Kabelbrand erlitten eine schwangere Frau und zwei kleine Kinder vermutlich eine Rauchvergiftung.
 
 

Krefeld

Kesselhaus: Wagener will mit Stadt im Gespräch bleiben

Der Krefelder Großinvestor Gerald Wagener will seine Pläne für den Theaterplatz noch nicht aufgegeben. Es gibt zwar Vorwürfe, die Stadt bevorzuge als Ersatz für das Seidenweberhaus das Kesselhaus an der Girmesgath. Trotzdem will Wagener noch einmal mit der Stadt sprechen.

Die Investorengruppe um Gerald Wagener fühlt sich ungerecht behandelt. Erst gestern hatte sie dem Krefelder Planungschef Martin Linne vorgeworfen, insgeheim schon längst eine Wahl für eine neue Eventhalle getroffen zu haben. Linne sei an den Planungen für das Kesselhaus aktiv beteiligt - dadurch habe Wageners Projekt schlechtere Karten, heißt es. Der Großinvestor will das marode Seidenweberhaus abreißen und stattdessen ein modernes Hotel samt Kongresszentrum am Theaterplatz bauen.
 
 

Grefrath

Interesse an Glasfaser-Ausbau steigt an

Die Nachfrage nach schnellem Internet ist in Grefrath spürbar angezogen. Das meldet die Bürgerinitiative "Glasfaser für Grefrath". In Vinkrath haben sich aus dem Stand 16 Prozent der Einwohner für die "Deutsche Glasfaser" entschieden. Hier läuft die Abfrage erst seit wenigen Tagen. Auch in den anderen Ortsteilen steigt das Interesse allmählich an. Entscheiden sich 40 Prozent für das Angebot, kann der Breitbandausbau im jeweiligen Ortsteil beginnen.
 
 

Willich

DDR-Ampelmännchen sollen für mehr Sicherheit sorgen

In Willich gibt es jetzt die erste "Berliner Ampel". Kurz vor Schuljahresbeginn ist die Fußgängerampel an der Schiefbahner Straße zwischen Kolpingschule und der Kita "Villa Kunterbunt" umgerüstet worden. Statt des normalen Fußgänger-Signals leuchtet ab sofort das Ampelmännchen aus der ehemaligen DDR. Die privaten Initiatoren hoffen, dass vor allem Kinder stärker auf die Ampel achten und dadurch der Fußgängerüberweg sicherer wird.
 
 
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mit Laura Potting
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