Tipps für den Auto-Winter

Im Winter begehen viele Autofahrer typische Fehler, die teuer oder auch schon mal gefährlich werden können, warnt der ADAC. Hierzu zählt zum Beispiel die dicke Winterjacke, die im Auto gerne mal angelassen wird. Ein gefährlicher Fehler, so die Verkehrsexperten.

Winterjacke im Auto ausziehen
Die Verlockung ist groß, bei einem eisigen und kalten Januar die dicke Winterjacke im Auto einfach anzulassen. Doch das kann schlimme Folgen haben, heißt es vom ADAC: „Die Gefahr bei einem Unfall wird häufig unterschätzt. Wenn der Gurt nicht eng am Körper anliegt, schneidet er beim abrupten Bremsen tief in den Bauchraum ein. Das kann schwerwiegende Verletzungen verursachen und sogar zu inneren Blutungen führen“, warnt Technikexperte Heinz-Gerd Lehmann vom ADAC Nordrhein. Entsprechende Crash-Tests der Autoexperten belegen die Gefahr: Schon ein abruptes Bremsen bei einer Geschwindigkeit von nur 16 km/h - ähnlich wie bei einem Auffahrunfall im Stadtverkehr - kann schwere Verletzungen der Weichteile wie Darm, Leber oder Milz verursachen, weil der Gurt durch die Jacke zu viel Spielraum hat und über dem unteren Bauchraum liegt, heißt es vom ADAC. Auch Kinder sollten ohne Jacke in ihrem Sitz angegurtet werden. Der Beckengurt sollte bei Kindern die Oberschenkel und bei Erwachsenen die Hüftknochen eng umspannen. Die Jacke kann gegen die Kälte nach dem Anschnallen aufgelegt werden. Auch eine Decke kann helfen. Die sollte in den kalten Wintermonaten eh ständiger Begleiter sein.

Motor warmlaufen lassen ist verboten
Erst mal raus, den Motor warmlaufen lassen und dann wenige Minuten später in ein angenehm warmes Auto steigen. Das klingt verlockend, ist aber schlicht und ergreifend nicht erlaubt und bringt nicht viel, verraten die ADAC-Experten. Zunächst ist der Prozess des Warmlaufens schädigend: Im Stand braucht der Motor deutlich länger, um seine Betriebstemperatur zu erreichen. Dafür wird eine große Menge an Kraftstoff verbraucht, ohne eine Leistung zum Antrieb des Fahrzeuges abzugeben. Und solange der Motor nicht warm ist, gelangt viel unverbrannter Kraftstoff auf die Zylinderoberfläche und es kommt zwangsläufig wegen schlechter Schmierung zu erhöhter Reibung. Die Folge: Zylinder und Kolben verschleißen schneller. Außerdem fließt unverbrannter Kraftstoff an den Kolben vorbei, gelangt in die Ölwanne und verdünnt so das Motoröl. Dadurch verschlechtert sich auch hier die Schmierung, was wiederum den Motorverschleiß erhöht, heißt es vom ADAC. Die Tests der Experten zeigen zudem, dass die Erwärmung im Innenraum kaum zugenommen hat. Nach vier Minuten bei einer Außentemperatur von -10 °C hat das Motoröl erst eine Temperatur von -7 °C erreicht. Im Innenraum des Fahrzeugs wird so nur eine Temperatur von 13 Grad erreicht, dafür aber bereits etwa 0,1 Liter Benzin verbrannt. Zudem ist ein Warmlaufen des Motors laut Straßenverkehrsordnung verboten. Wer dagegen verstößt muss mit einem Verwarnungsgeld von 10 Euro rechnen.

Warme Autos und freie Scheiben
Wer dennoch nicht auf freie Scheiben und ein warmes Auto verzichten möchte, sollte über eine Standheizung nachdenken, die vielfach auch nachträglich eingebaut werden kann. Wer vereiste Scheiben vermeiden will, ist mit Frostschutzfolien gut beraten. Die Folien decken allerdings meist nur die Frontscheibe ab. Heck- und Seitenscheiben müssen dann dennoch freigekratzt werden. Gegen beschlagene Scheiben hilft ein Trockentuch.

Bild: www.agentur-tillmanns.de; Quelle: ADAC Nordrhein, ADAC
 
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