Nachrichten vom 24.03.2017

Krefeld

Stadt muss mehr für Prostituierte tun

Die Stadt Krefeld muss mehr für den Schutz der Prostituierten in der Stadt tun. Das fordert die CDU im Krefelder Stadtrat. Vor allem in der illegalen Wohnungsprostitution seien die Zustände unhaltbar. Die CDU geht aktuell von 200 Wohnungsprostituierten aus.
Die Mädchen kommen meistens aus Osteuropa - und sie müssen alles mit sich machen lassen. Ob Liebesdienste in baufälligen Wohnungen oder Rudel-Sex bei sogenannten Flatrate-Partys: Die Situation der illegalen Prostituierten ist katastrophal. Die Stadt Krefeld müsse etwas dagegen unternehmen, das fordert die CDU. Sie will deswegen das Problem in allen Ausschüssen zum Thema machen. Im Bauausschuss soll es zum Beispiel um den Zustand der Wohnungen gehen. Im Gesundheitsausschuss um die Hygiene bei Sex-Partys.
 
 

Krefeld

Chempark sieht Zukunft positiv

Zum 140-jährigen Bestehen blickt der Chempark in Uerdingen im Großen und Ganzen optimistisch in die Zukunft. Der scheidende Chempark-Leiter Grigat sagte, dass die Investoren großes Vertrauen in den Uerdinger Standort hätten und das werde sich auch nicht ändern. Die großen Herausforderungen bestehen aus seiner Sicht in der Energiewende und den Verkehrsanbindungen. Die Autobahnen am Niederrhein seien zum Teil in einem ziemlich schlechten Zustand - auf lange Sicht setzt der Chempark seine Hoffnung in die angekündigten Sanierungen vor allem auch der Rheinbrücken. Nachfolger von Chempark-Leiter Grigat wird am 1. April der 44-jährige Lars Friedrich. Der Uerdinger Chempark ist mit über 7.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region.
 
 

Krefeld / Kreis Viersen

Lehrermangel verhindert islamischen Religionsunterricht

Islamischer Religionsunterricht wird am Niederrhein immer beliebter - vor allem in den Grundschulen fehlen allerdings die Lehrer. Sowohl in Krefeld als auch im Kreis Viersen bietet bisher keine Grundschule islamischen Religionsunterricht an. Absolventen mit diesem Fach seien aber sehr gefragt, heißt es aus dem Schulamt im Kreis Viersen. Auch die Stadt Krefeld hatte eine entsprechende Stelle schon mehrfach erfolglos ausgeschrieben. Im nächsten Jahr rechnet die Stadt aber mit den ersten Bewerbern - dann beenden die ersten Studenten ihr Studium im Fach Islamische Religionswissenschaft.
 
 

Mönchengladbach

Brandstifter soll in U-Haft

Am Tag nach dem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Mönchengladbach soll der mutmaßliche Brandstifter in Untersuchungshaft genommen werden.
Ein 21-jähriger Bewohner der Unterkunft wird heute dem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn bestehe weiterhin der dringende Tatverdacht der schweren Brandstiftung und des versuchten Mordes, heißt es von der Polizei. Mehrere Zeugen hatten ihn für den Brand verantwortlich gemacht. Bei dem Feuer war gestern ein ganzer Containerkomplex abgebrannt. Die etwa 90 Bewohner konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.
 
 

Kreis Viersen

Kreis Viersen nimmt 125 weitere Spielplätze unter die Lupe

Die Schadstoffuntersuchungen auf den Spielplätzen im Kreis Viersen werden auf alle neun Kommunen ausgeweitet. Der Kreis will in diesem Jahr Bodenproben von 125 Spiel- und Bolzplätzen nehmen. Letztes Jahr waren stichprobenartig 19 Spielplätze untersucht worden. Bei sieben davon gab es erhöhte Schadstoffwerte - wahrscheinlich durch verwendete Baumaterialien. Die verunreinigten Spielflächen unter anderem in Viersen und Kempen sollen in diesem Jahr saniert werden. Sie können aber weiter geöffnet bleiben.
 
 

Grefrath

Neubau der Sparkasse Oedt steht bevor

In Oedt beginnen in wenigen Tagen die Bauarbeiten für den Neubau der Sparkasse. Zwei Jahre nach dem Brand wird an gleicher Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Es soll Mitte nächsten Jahres fertig sein. Bis dahin ist die Sparkasse auf dem Parkplatz nebenan in Containern untergebracht. Beim neuen Finanzcenter der Sparkasse an der Friedrichstraße in Krefeld wird es dagegen noch länger dauern. Die Sparkasse rechnet Ende nächsten Jahres mit der Eröffnung.
 
 

Krefeld/Kreis Viersen

Ein Jahr Einbruchsradar

Seit einem Jahr gibt es den Einbruchsradar. Auf einem Stadtplan im Internet markiert die Polizei jede Woche grob, in welchen Straßenzügen es Einbrüche gegeben hat. In Krefeld und im Kreis Viersen trägt sie im Durchschnitt 14 Einbrüche pro Woche ein.

Die Polizei am Niederrhein ist zufrieden mit dem Einbruchsradar. Er gebe den Menschen ein größeres Sicherheitsgefühl, heißt es. Außerdem fühlten sich die Niederrheiner gut informiert. Trotzdem lässt sich nur schwer sagen, ob der Radar sich auch direkt auf die Einbruchszahlen auswirkt. Im Kreis Viersen sind die Zahlen konstant geblieben - in Krefeld gab es deutlich weniger Einbrüche. Das könnte aber auch an den verstärkten Zivilkontrollen und besser geschützten Wohnungen liegen, sagt die Polizei.
 
 

Niederrhein/Berlin

Politiker stimmen Pkw-Maut zähneknirschend zu

Viele Niederrheiner schauen heute Vormittag gespannt nach Berlin: Im Bundestag wird über die Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen abgestimmt. Von den niederrheinischen Abgeordneten hat es im Vorfeld viel Kritik gegeben: Sie fordern Ausnahmeregelungen für Grenzregionen wie den Kreis Viersen.

Ich werde zustimmen - wenn auch mit Bauchschmerzen, sagt der CDU-Abgeordnete für den Kreis Viersen, Uwe Schummer. Immerhin werde die Pkw-Maut nicht auch noch auf Bundesstraßen gelten. Denn das würde noch mehr holländische Touristen von einem Besuch am Niederrhein abhalten. Ähnlich geht es auch dem Krefelder SPD-Bundestagsabgeordneten Siegmund Ehrmann. Auch er wird für die Pkw-Maut stimmen - sollte sie sich allerdings negativ auf den Niederrhein auswirken, müsse über Ausnahmeregelungen neu diskutiert werden.
 
 

Kreis Viersen

Zahl der verunreinigten Spielplätze steigt auf sieben

Im Kreis Viersen sind mehr Spielplätze mit Schadstoffen belastet als bisher bekannt. Der Kreis hat jetzt eine Liste veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass bei sieben von 19 untersuchten Spielplätzen erhöhte Werte festgestellt wurden. Darunter sind allein vier Spielplätze in Viersen. In Kempen, Tönisvorst und Willich ist jeweils ein Spielplatz betroffen. Die Schadstoffe entstanden wahrscheinlich durch die verwendeten Baumaterialien. Die Böden sollen im Laufe des Jahres ausgetauscht werden.

Spielplätze mit erhöhten Schadstoffgehalten:
Viersen: Spielplätze Casinogarten, Konrad-Adenauer-Ring, Schlegelstraße und Holbeinstraße
Kempen: Spielplatz Wartsberg
Tönisvorst: Spielplatz Schelthoferstraße Ecke Friedrichstraße
Willich: Spielplatz Weidenweg

Spiel- und Bolzplätze ohne erhöhte Schadstoffgehalte:
Brüggen: Spielplatz Schumannstraße
Grefrath: Spielplatz Schwalmstraße
Kempen: Bolzplatz Wartsberg
Nettetal: Spielplatz Heinestraße
Niederkrüchten: Spielplatz Im Grund
Schwalmtal: Spielplatz Lunapark
Tönisvorst: Spielplätze Beethovenstraße und Corneliusplatz
Viersen: Bolzplatz Marienplatz in Viersen
Willich: Spielplätze Alperheide, Mertensweg und Jahnplatz
 
 

Krefeld/Kreis Viersen

Kunden parken mehr Geld bei der Sparkasse

Bei der Sparkasse Krefeld / Kreis Viersen hatten die Kunden im letzten Jahr 8,26 Milliarden Euro auf der hohen Kante. Das sind 400 Millionen mehr als im Vorjahr. Die Kunden sollen aber weiter keine Strafzinsen auf ihr Sparguthaben zahlen. Dieses Prinzip will die Sparkasse Krefeld / Kreis Viersen trotz der schwierigen Zinslage nach wie vor beibehalten. Viele Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte mittlerweile online. Trotzdem hat die Sparkasse momentan nicht vor, Filialen zu schließen.
 
 
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mit Thomas Wagner
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